03.11.2020

Eintracht Frankfurt im Check: Was ist dieses Jahr drin?

Wieder nach Europa?

Mit neun Punkten aus sechs Spielen steht die Frankfurter Eintracht nach dem sechsten Spieltag auf dem zehnten Tabellenplatz und damit im Niemandsland der Tabelle der Fußball Bundesliga. Dies hat eine positive sowie eine negative Seite, so steht man bereits jetzt weit weg von den internationalen Plätzen und der Frust ist schon früh in der Saison groß, hingegen kann nach sechs Spieltagen auch noch kein Punkt unter diese Saison gemacht werden. 

Im Gegenteil, denn alles scheint noch möglich und wenn man sich die Teams der ersten sieben Mannschaften anschaut, dann wird man bemerken, dass einige dieser Teams vermutlich auch noch abrutschen werden im Laufe der Saison.

Am Wochenende geht es weiter mit der Fußball Bundesliga und man kann sich einen Eintracht Frankfurt Live Ticker ansehen, weil momentan niemand im Stadion sein darf. In diesem Artikel erfahren Sie, was diese Saison für Frankfurt noch bringen könnte.

Gute Transfers machen Hoffnung

Viele Fans der Frankfurter Eintracht sehen die Saison 2020/21 als Möglichkeit, wieder einen der begehrten internationalen Plätze zu ergattern und damit die Vereinskassen wieder aufzufüllen. Diese sind ziemlich leer nachdem diese Saison relativ viel in neue Spieler investiert wurde. Vor allem Transfers für die Zukunft wurden von den Hessen getätigt, so konnte man einige junge Talente an den Main holen.

Viele der neu geholten Spieler könnten jedoch erst in der kommenden Spielzeit ihre volle Effektivität entfalten, eben weil sie noch jung sind und Zeit für ihre persönliche Entwicklung brauchen. Wie es immer bei jungen Spielern ist, brauchen diese genügend Zeit um sich einzugewöhnen und die Art und Weise des Spielstils der Eintracht zu kennen zu lernen.

Zu dünn in der Verteidigung besetzt?

Einige Kenner der Bundesliga bemängeln allerdings fehlende Verteidiger im aktuellen Kader der Frankfurter, vor allem aber auf der Position der Innenverteidiger. Dort stehen mit Abraham und Hasebe zwei verdiente aber mittlerweile auch ältere Spieler, die wohl nicht mehr ewig in der Startelf stehen werden.

Möglicherweise könnte der erst 21-jährige Tuta eine wichtigere Rolle einnehmen und Spielminuten sammeln, um dann in der kommenden Saison ein Stammspieler zu werden. Vor allem kommt der junge Verteidiger mit Vorschusslorbeeren zurück zur Eintracht. Er war vergangene Saison ausgeliehen und wurde zum besten Spieler des Leihvereins gewählt, es steckt demnach viel Hoffnung im talentierten Tuta.

Tore, Tore Tore

Für den Sturm spielt in dieser Saison unter anderem Ache, der aber erstmal zeigen muss, ob er das Niveau der Bundesliga erfüllen kann und vor allem körperlich mit den Gegnern mithalten kann. Aber auch andere Spieler wie zum Beispiel Barkok, von dem sich viele Anhänger der Eintracht ebenfalls den nächsten Schritt erwarten. Jedoch liegt die Gefahr bei vielen Frankfurter Spielern darin, dass es mehr Hoffnung und Wunsch sein könnte, dass sie sich weiterentwickeln.

Die Torgaranten im Sturm und auf jeden Fall gesetzt sind André Silva und Bas Dost. Gemeinsam sollen sie Frankfurt mit ihren Treffern in höhere Tabellenregionen befördern. Besonders der erfahrene Dost ist immer für ein entscheidendes Tor gut.

Es liegt also sehr viel am Trainer Adi Hütter, der jetzt zeigen muss, dass er aus altgedienten Profis und hoffnungsvollen Talenten eine schlagfertige Truppe formen kann. Dieses Jahr fällt die sehr intensive Dreifachbelastung aufgrund von Euro League weg, was dazu führen könnte, dass die Spieler fitter und ausgeruhter sind als vergangene Saison und so in der Liga bessere Leistungen zeigen können.

Das Mittelfeld bleibt ein Knackpunkt

Viele Experten kritisierten vergangene Saison vor allem das sehr spielschwache Mittelfeld der Eintracht, das oft ideenlos und müde wirkte. Hier hoffen viele Eintrachtfans auch eine Weiterentwicklung des offensiven Mittelfeldmanns Sow.

Er hatte vergangene Saison schon viele gute Ansätze, konnte jedoch nicht komplett überzeugen. Ebenso könnte ein Spieler wie Dominik Kohr endlich den lange erhofften Durchbruch schaffen, denn auch er zeigt immer wieder im Ansatz, was er eigentlich kann udn warum er schon in vielen Jugendnationalmannschaften spielte.

Einen Transfer im Winter sollte die Eintracht auch noch auf dem rechten Flügel tätigen, um taktisch einfach flexibler zu sein, denn alleine mit dem linksaußen Dauerbrenner Kostic ist die Eintracht zu leicht einzuschätzen und auszurechnen. 

Fazit: Noch keine klare Tendenz!

Insgesamt muss man sagen, dass Frankfurt trotz der nicht ganz so optimalen letzten Saison, über einen für die Eintracht von der Breite und Qualität sehr guten Kader hat. Hier gilt es in naher Zukunft einige punktuelle Verbesserungen anzustreben, den Kader auf einigen Positionen zu stärken und auf anderen wiederum auszudünnen.

Ebenfalls fehlt noch ein richtig kreativer Mittelfeldmann für die Zentrale, denn auch hier ist die Frankfurter Eintracht viel zu leicht auszurechnen und verfügt über mehr Sechser und Zerstörer als kreative Spielgestalter. Diese Kreativitätslücke im Mittelfeld ist meiner Meinung nach könnte auch der Grund dafür sein, warum es oft zu Punktverlusten gegen vermeintlich kleinere Teams geht. Denn in diesen Spielen muss Eintracht Frankfurt das Spiel machen und nicht wie gegen Bayern oder Dortmund nur dagegenhalten und versuchen zu kontern.

Vieles hängt mit der Performance von Trainer Adi Hütter zusammen. Diese könnte darüber entscheiden, ob man nächstes Jahr wieder in Europa mitspielen darf oder ob es um den Abstieg geht, denn zum jetzigen Zeitpunkt ist für die Eintracht noch alles drin.

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