01.07.2020

Fußball am Scheideweg

Wenn wir heute von Fußball sprechen, denken wir an Spaß, Teamgeist und Stars wie Podolski, Khedira, Neuer, Reus und Kroos. Doch in naher Zukunft könnten diese Namen kaum noch eine Rolle spielen. Denn Fußball verändert sich. Ein Blick, wie das aussehen könnte, zeigte die Corona-Krise. Nicht etwa, weil nun jedes Jahr erneut bei einem Virus Maßnahmen eingeleitet werden können, sondern weil der E-Sport zum ersten Mal die Massen begeisterte.

Ersetzte der E-Sport Fußball?

Eigentlich ist das eine Frage, die fernab jeglicher Realität lag. Zumindest vor Corona. Vor dem Virus gab es E-Sport und es ging dort auch heiß her. Aber niemand wollte es so richtig wahr haben. Die Anerkennung in Deutschland wurde verweigert. Dann kam der Virus und auch die Fußballer mussten in die Zwangspause. Jetzt spielen sie vor leeren Tribünen, kaum noch einer nimmt die Spiele wahr. Es fehlt so vieles.
Währenddessen konnte der E-Sport begeistern und zog sogar mehr Klicks an sich, als die realen Stars bei Spielen erlangten. Es kommt nach und nach zu einer Verschiebung.

Was ist E-Sport?

Quelle: Henrick Vahlendieck

Beim E-Sport sitzen die Profis vor dem Computer und spielen gegeneinander in virtuellen Computerspielen. Mit einem Mehrspielermodus wird der Wettkampf ausgetragen. Dabei kommen eine Software und externe Wettkampfbestimmungen zum Tragen.
Im Fußball ist es unteranderem die virtuelle Bundesliga, die auf die Spielserie FIFA aufsetzt. Clubs spielen in der virtuellen Bundesliga (kurz: VBL) um die deutsche Meisterschaft. In Zukunft könnte das virtuelle Spiel die heutigen Stars ersetzen.

Alt / Jung

Ein Fan ab 35 Jahre und älter, wünscht sich nichts sehnlicher, als ein reales Spiel. Möglicherweise auch mit einem direkten Sitzplatz im Stadion. Bei einem Fan, der noch unter 20 Jahre alt ist, sieht das ganz anders aus Für den ist der Unterschied zwischen einem realen Neuer und einem virtuellen nur relativ klein und genau da findet der Wandel statt. Für Fußballvereine entscheidet der junge Nachwuchs, dieser trägt künftig das Konzept und bringt das Geld.

Stars der virtuellen Bundesliga

Quelle: Pixabay

Beispiele:
• Michael Magabit Bittner
• Tim The StxngeR Katnawatos
• Ero H96_Erol Bernhardt
Und viele andere. Es wird noch ein weiter Weg, bis auch diese Spieler in der neuen virtuellen Realität angekommen sind. Doch selbst auf ran wurden die Spiele gezeigt. Der Verdienst steigt mittlerweile von Jahr zu Jahr. Gute E-Sportler kommen auf 60.000 – 100.000 Euro pro Jahr. Gut, das ist noch wenig, im Gegensatz zu den Spielern auf dem Feld. Aber gerade jetzt nimmt der E-Sport an Professionalität an und die ersten Transfers zwischen den großen Vereinen beginnen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste E-Sportler 1 Million Euro bekommt.

Partner: